SchlechtBedient.de
Geschichten aus der Servicewüste
Aus dem Getränkemarkt geschmissen
Wir waren auch seit Jahren zufriedene Kunden im Pulheimer Getränkemarkt, haben aber in letzter Zeit aus Bequemlichkeit in einem Ortsteil gekauft. Oft zu teuer. Um meine Frau davon zu überzeugen, ging ich heute in den PuGema und nannte ihr übers Handy die Preise. Für einen runden Geburtstag wollten wir schließlich groß einkaufen. Plötzlich wird mein Gespräch von einem unrasierten Schreihals unterbrochen, der mir ins Wort fällt: „Was wollen Sie wissen? Was telefonieren Sie da? Mit wem telefonieren sie?“. Ein Gespräch mit meiner Frau war durch sein Geplärre unmöglich. Er baute sich vor mir auf und zischte nur: Raus! Da ist die Türe! Meinen vollbeladenen Wagen mußte ich stehenlassen und wie ein Ladendieb das Lokal verlassen. Ein toller Service! Wäre ich von der Konkurrenz und wollte Preise erschnüffeln, hätte ich sicher nicht mit dem Handy so im Laden gestanden. So werden Kunden geim PuGema behandelt! Die permanenten Verrechner des Pfandes zu unseren Ungunsten hatte ich ihm ja schon verziehen. Wer die Kunden mit Füßen tritt, hat Mißachtung verdient!
Kann mir eigentlich jemand den Zutritt zu seinem laden aus diesen Gründen (da waren ja eigentlich keine) verbieten?
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Kommentare
Ja und zwar ohne einen Grund angeben zu müssen. In Deutschland herrscht für Gewerbetreibende die sog. Vertragsfreiheit – heisst, man darf sich aussuchen, wem man etwas verkaufen möchte und wem eben nicht.
Ansonsten ist der (auch grundlose) Rauswurf durch das Hausrecht gedeckt.
Toller Service – sowas (wie im geschilderten Fall) habe ich allerdings noch nie erlebt...!?
Es gibt ja zum Glück noch andere Läden, die den Umsatz auch _verdienen_.– Andrea Sylvia (Freitag, 31. August 2007)
Ich habe mir die Homepage von dem Getränkemarkt angesehen und im Gästebuch nur Positives gelesen.
Daraufhin habe ich mir erlaubt, einen Hinweis auf diesen Vorfall zu geben. Auch der betroffene Kunde hat noch etwas dazu geschrieben. Kurz darauf waren beide Einträge entfernt.
Jeder mache sich seine eigenen Gedanken dazu.– Carl N. (Mittwoch, 05. September 2007)
Als erstes würde ich einmal eruieren, ob dieser Verkäufer noch jemanden über sich hat und meine Beschwerde dort anbringen. Wenn es der Ladenbesitzer selber war, ja dann bleibt nur noch, sich einen anderen Laden zu suchen. Das ist zwar bitter, aber solchen Besitzern kann man nicht auch noch Geld in den Rachen werfen. Ein solches Benehmen geht nach dem Gießkannenprinzip, wird also viele andere auf eine andere Art treffen und sich letztlich im Gewinn unterm Strich niederschlagen. Der Verkäufer ist hier ganz klar im Unrecht, da er sich nicht die Mühe gemacht hat, zuvor herauszufinden, worum es in diesem Telefonat eigentlich ging.– Eva (Sonntag, 09. September 2007)
Nach mehreren Besuchen der Homepage von diesem Getränkemarkt stelle ich fest, dass das Gästebuch regelmäßig nicht nur von den allfälligen automatischen Spam-Einträgen, sondern auch von unliebsamen Kommentaren „gesäubert“ wird. Der Inhaber ist anscheinend nicht willens, sich zu dem Vorfall zu äußern.
Meinethalben.– Carl N. (Dienstag, 11. September 2007)
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